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Elze


Das Elzer Wappen

Elzer Wappen

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Bahnhofsgebäude in Elze
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Ehemaliger Kreuzungspunkt der Bundesstraßen 1 und 3 der nach dem Bau der Ortsumgehung außerhalb des Ortes verläuft
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Ehemalige Rathausschule hinter dem Rathaus in Elze
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Blick in die Sedanstraße Richtung Sehlder Straße
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Geburtshaus von Louis Krüger in der Elze Haupstraße
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Lindenweg an der Saale
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Blick in die Bahnhofstraße in Richtung Bahnhof
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Elze – eine Kleinstadt mit Flair und Geschichte

Ein wenig Gründungsmythos verbindet die Stadt Elze noch heute mit der Kreisstadt Hildesheim – wenn man gewissen geschichtlichen Überlieferungen Glauben schenken darf. Erstmals 800 n. Chr. geschichtlich erwähnt, soll Karl der Große Elze als Bistumssitz ausgewählt haben. Die damit zu erwartende Entwicklung nahm jedoch einen anderen Lauf als Ludwig der Fromme die Missionsstation einige Kilometer östlich in die Region verlegte und damit Hildesheim entscheidende Vorteile verschaffte.

Die Entwicklung Elzes ließ sich jedoch nicht aufhalten, denn die Stadt liegt seit jeher an einer strategisch wichtigen Stelle. Diese verkehrsmäßig günstigen Voraussetzungen sind auch heute noch von großer Bedeutung, denn mit dem Kreuzungspunkt der Bundesstraßen 1 und 3 sowie als
Bahnknotenpunkt mit IC-Halt besticht Elze durch eine zentrale Lage mit optimalen Verkehrsanbindungen. Die nahe gelegenen Städte Hannover, Hildesheim, Hameln oder Alfeld sind in ca. 25 Minuten mit dem Pkw oder in stündlichen Abständen mit der Bahn zu erreichen. Das bedeutet neben guten Arbeits- und Einkaufsmöglichkeiten auch eine schnelle Anbindung an die Autobahnen. Ausreichend Park- und Fahrradeinstellplätze für Pendler bietet die Park- and Ride-Anlage direkt am Bahnhof.

Doch ein Kreuzungspunkt von Handelsstraßen kann sich auch weniger günstig auswirken. Als Dorf ohne Mauern hatte Elze nicht nur in jedem Krieg schwer zu leiden, auch Brandstifter hatten leichtes Spiel. Der letzte große Stadtbrand 1824 legte 258 Gebäude sowie die Kirche in Schutt und Asche und brachte Elze den Namen "Stadt der Brände" ein.

Jahrzehnte später gerät jener Kreuzungspunkt der Bundesstraßen bedingt durch ein ständig wachsendes Verkehrsaufkommen wieder ins Kreuzfeuer der Kritik. Als geschichtliches Ereignis kann daher die Verlegung der Bundesstraße 3 aus der Stadtmitte heraus an den Ortsrand bezeichnet werden. Die Umgehungsstraße hat die Innenstadt vom Durchgangsverkehr stark entlastet und die Attraktivität des Stadtbildes erheblich gesteigert. Sie ermöglicht darüber hinaus die Erschließung des Gewerbe- und Industriegebietes im Südwesten der Stadt.

Für die Bundesstraße 1 lässt sich eine ähnliche Entwicklung erkennen. Nach jahrelangen Vorbereitungen wird nun die Ortsumgehung für den Ort Mehle in die Tat umgesetzt. Zusammen mit dem Ausbau der Alfelder Straße können dann die Mehler Bürger eine spürbare Steigerung der Lebensqualität erwarten.

Mehle gehört neben Esbeck, Elze und Wülfingen zu den Orten in denen attraktive Bauplätze in verschiedenen Größen und Lagen erschlossen wurden. In der Kernstadt stehen darüber hinaus weitere Bau- und Gewerbeflächen für jeden Bedarf zur Verfügung. Während in den sechs kleineren Orten das Leben eher landwirtschaftlich geprägt ist, herrscht in Elze selbst eher mittelständisches Handwerk, Gewerbe und Industrie vor. Elze zeigt sich als moderne aufstrebende Stadt mit allen wichtigen Einrichtungen und Gelegenheiten zum Einkaufen vor Ort.

Für ältere Bürger sind altengerechte Wohnungen sowie drei Senioren- und Pflegeheime, zum Teil mit betreutem Wohnen vorhanden. Die medizinische Versorgung ist durch verschiedene Ärzte ebenso sicher gestellt wie die Betreuung durch Pflegedienste und nahe gelegene Krankenhäuser.

Und auch Freizeit in Elze bedeutet keine Langeweile: Trotz steigender Anteile der Unterhaltungselektronik hat sich die Stadtbibliothek dank eines engagierten Teams ständig weiter entwickelt und hält für alle Leser ein vielseitiges Angebot von über 10 000 Bänden vor. Etwas mehr als 13.600 jährliche Buchausleihen sind ein Beleg dafür, dass der Computer nicht unbedingt im Mittelpunkt der Freizeitgestaltung stehen muss.

Wer es etwas ruhiger mag findet in den Grünzügen rund um Elze Ausgleich und Erholung oder Ausflugsziele für Wanderungen und Fahrradtouren. Für Aktive reichen die Angebote vom Freibad über Tennisplätze und Schießstände bis hin zum Fitness- und Wellness-Center. Auch Reitanlagen, Hundeübungsplätze und Angelmöglichkeiten bieten zahlreiche Gelegenheiten zur Freizeitgestaltung. Rund 80 Vereine und Verbände bereichern nicht nur das sportliche Angebot, auch auf sozialem Sektor können die Bürger verschiedene Angebote nutzen und sich auch gern selbst engagieren.

Die Elzer Bürger und Vereine waren es auch, welche die Stadt über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht haben. Über Jahrzehnte hinweg pflegen sie partnerschaftliche Verbindungen ins Ausland, was bereits im Jahr 1987 mit der Verleihung der Ehrenfahne durch die Parlamentarische Versammlung des Europarates anerkannt wurde.

Kulturell gesehen lohnt sich, neben der Möglichkeit, sich in Heimat- und Geschichtsvereinen, dem Kunstverein oder Musik- und Gesangvereinen kreativ zu betätigen, ein Besuch des Heimatmuseums. Seit 1987 befindet es sich in der ehemaligen Untermühle, idyllisch direkt am Flusslauf der Saale. Viele Besucher erfreuen sich nicht nur an wechselnden Ausstellungen, auch die alte, noch intakte Mühlenanlage kann besichtigt werden. Bei Veranstaltungen locken der Museumsgarten mit Köstlichkeiten aus dem eigenen Backofen und die heimelige Atmosphäre auf dem Mühlenboden. Großen Ansturm verbucht auch das kleine "TiM – Theater im Museum" in dem regelmäßig Lesungen oder Musikaufführungen stattfinden.

Die Verleihung der Stadtrechte führt in das Jahr 1614 zurück. Elze entwickelte sich zu einer Ackerbürgerstadt, in der vor allem das Handwerk florierte. Anfang des 19. Jahrhunderts war Elze sogar für sieben Jahre preußische Kreisstadt. In der napoleonischen Zeit wurde es dem Königreich Westphalen angegliedert, um nach dem Wiener Kongress dem Königreich Hannover zu geschlagen zu werden.

Von einigen berühmten Persönlichkeiten sollen hier der Geodäsieprofessor Louis Krüger sowie der Orgelbaumeister Philipp Furtwängler erwähnt werden.

Mit dem Anschluss an die Nord-Süd-Eisenbahnlinie wuchs auch die Industrie in Elze. In zwei Schüben stieg die Einwohnerzahl der Stadt. Waren es vor dem Ende des 2. Weltkrieges noch 3.200 Einwohner, so lag die Einwohnerzahl nach dem Krieg bei 5.500. Durch die Gebietsreform 1974 erhöhte sich die Zahl dann auf fast 10.000.